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Fernwärme-Ausbau in Salzgitter-Lebenstedt: Starke Partnerschaft für eine sichere und zukunftsfähige Wärmeversorgung

Beim Vor-Ort-Termin informierten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverwaltung, Feuerwehr, Projektleitung sowie des beauftragten Ingenieurbüros und der ausführenden Tiefbaufirma gemeinsam über den Ausbau der Fernwärme-Infrastruktur in Lebenstedt. von links: Marko Wahry (Geschäftsführer des Ingenieurbüros Kirchner Versorgungsnetz- und Pipelineplanung GmbH), Städtische Direktorin Gülbahar Alakus-Neiseke (Fachdienstleiterin Sicherheit, Recht und Ordnung), Jörn Frankenfeld (Geschäftsführer der Tiefbaufirma Umwelttechnik & Wasserbau GmbH), Michael Buntfusz (Fachgebietsleiter Umwelt), Torsten Fleige-Lütgering (Fachdienstleiter Tiefbau und Verkehr), Björn Köllmann (Projektleiter Fernwärmeausbau WEVG), Frank Fedder (Oberbauleiter der Tiefbaufirma Umwelttechnik & Wasserbau GmbH), Stadtrat Michael Tacke (Dezernent Bau, Stadtplanung und Stadtentwicklung), Städtischer Branddirektor Arne Sicks (Fachdienstleiter Feuerwehr) und Daniel Plötz (technischer Geschäftsführer WEVG).

Die Wärmewende in Salzgitter nimmt weiter Fahrt auf: Mit dem Neubau einer zentralen Fernwärmetrasse im Bereich Konrad-Adenauer-Straße, Swindonstraße, Stadtweg und Meerweg investiert Salzgitters Energieversorger WEVG gezielt in eine nachhaltige und zukunftssichere Energieversorgung für die Stadt.

Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins informieren die WEVG gemeinsam mit der Stadt Salzgitter und der Feuerwehr über das Projekt, die verkehrlichen Auswirkungen sowie die enge Abstimmung aller Beteiligten.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Der Bauabschnitt betrifft einen sensiblen Verkehrsknotenpunkt in unmittelbarer Nähe der Feuerwache Lebenstedt. Entsprechend eng ist die Abstimmung zwischen allen Projektbeteiligten.

„Mit dem Neubau der Fernwärmeleitung investieren wir gezielt in die Zukunft der Wärmeversorgung in Salzgitter. Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein der kommunalen Wärmewende. Uns ist bewusst, dass wir in einem sensiblen Verkehrsbereich bauen – umso wichtiger ist die enge Abstimmung mit der Stadt und der Feuerwehr. Unser Ziel ist klar: eine leistungsfähige, klimafreundliche Infrastruktur schaffen und gleichzeitig die Auswirkungen für Verkehrsteilnehmende und Anwohner so gering wie möglich halten“, erläutert Daniel Plötz, technischer Geschäftsführer der WEVG.

Gerade im Bereich der Feuerwache ist besondere Sorgfalt erforderlich: Hier können bei Einsätzen Ampelschaltungen gezielt beeinflusst werden. Auch während der Bauphase bleibt diese Priorisierung sichergestellt.

„Für uns steht die Einsatzbereitschaft jederzeit an erster Stelle. Gerade im Bereich der Feuerwache Lebenstedt ist eine funktionierende Verkehrssteuerung entscheidend. Durch die frühzeitige Einbindung in die Planungen und die enge Abstimmung während der Bauphase stellen wir gemeinsam sicher, dass unsere Einsatzfahrzeuge auch weiterhin schnell und sicher ausrücken können. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zeigt, dass Infrastrukturprojekte und Gefahrenabwehr Hand in Hand gehen können“, betont Arne Sicks, Leiter des Fachdienstes Feuerwehr der Stadt Salzgitter.

Auch aus Sicht der Stadt ist das Projekt von zentraler Bedeutung: „Die Transformation unserer Wärmeversorgung ist ein zentrales Zukunftsthema für Salzgitter. Der Ausbau der Fernwärme ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für einen funktionierenden Verkehrsfluss und die Sicherheit an einem der wichtigsten Knotenpunkte in Lebenstedt. Dass Stadt, Feuerwehr und Energieversorger hier eng zusammenarbeiten, ist für uns selbstverständlich: Wir gestalten diesen Wandel gemeinsam und mit Augenmaß im Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, so Michael Tacke, Stadtbaurat der Stadt Salzgitter.

Technische Eckdaten des Projekts

Im Rahmen des Bauvorhabens werden:

  • insgesamt 610 Trassenmeter Fernwärmeleitung (Hin- und Rückleitung) verlegt
    • Nennweite DN 300 in der Swindonstraße
    • Nennweite DN 125 im Stadtweg und Meerweg
  • rund 1.000 Kubikmeter Boden bewegt
  • zusätzlich etwa 390 Meter Mittelspannungskabel erneuert

„Eine besondere technische Herausforderung stellt die Querung der Bahnstrecke Salzgitter-Lebenstedt – Braunschweig sowie der anliegenden Firmengelände dar. Hier werden drei Schutzrohre im Pressverfahren eingebracht. In zwei Rohren verlaufen künftig die Fernwärmeleitungen auf Gleitkufen, im dritten Rohr wird die Mittelspannungsverkabelung geführt,“ erläutert Björn Köllmann, Projektleiter der WEVG.

In diesem Bauabschnitt liegt ein zusätzlicher Schwerpunkt auf der Aufrechterhaltung des Individual- und Anlieferverkehrs – insbesondere im Bereich der ansässigen Unternehmen.

Zeitplan und begleitende Maßnahmen

Die Bauarbeiten starten witterungsabhängig ab Anfang März und sollen rechtzeitig zur Heizperiode 2026/2027 – also bis Ende September – abgeschlossen sein.

Parallel zu den Tiefbau- und Rohrleitungsarbeiten wird ab Mai die bestehende Nahwärmestation im Meerweg außer Betrieb genommen. Die Kesselanlagen werden demontiert und im Zuge der Systemumstellung umgebaut.

Fernwärme als Schlüssel zur Transformation

Der Ausbau der Fernwärme ist ein zentraler Baustein der kommunalen Wärmeplanung und ein wichtiger Schritt für die klimafreundliche Transformation in Salzgitter. Mit dem aktuellen Bauabschnitt stärkt die WEVG die Infrastruktur weiter – in enger Partnerschaft mit Stadtverwaltung und Feuerwehr.


Fotos: Rudolf Karliczek